Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft als Grundlage für eine nachhaltige Wirtschaft

Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft ist es, Produkte so lange wie möglich zu nutzen und sie selbst nach ihrer Nutzung noch nachhaltig zu verwerten. Der Kreislaufwirtschaft liegen Abfallvermeidung und Wiederverwendung zugrunde, erst wenn diese beiden Faktoren erfüllt sind, wird recycelt. Möglichst lange haltbare und wiederverwendbare Produkte können durch langlebige Konstruktion und Instandhaltung durch Reparatur erzielt werden.

Das Gegenteil zur Kreislaufwirtschaft ist die Linearwirtschaft, die aktuell in der Produktion sogenannte vorherrschende „Wegwerfwirtschaft“. In ihrem System werden die meisten Rohstoffe nach dem Ende ihrer Nutzung einfach entsorgt oder gar verbrannt, nur ein sehr kleiner Teil wird wiederverwendet.

Die politischen Maßnahmen ihrer Umsetzung

Betrachtet man die bereits jetzt sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels, steht das Prinzip der Linearwirtschaft deutlich im Widerspruch zu dessen Bekämpfung. Anstatt nur einmal genutzt und dann für immer entsorgt zu werden, müssten natürliche Ressourcen massenhaft wiederverwendet und sinnvoll recycelt werden – denn sie sind begrenzt. Der logische Schluss ist, dass unsere endlichen Ressourcen nur in einer Wirtschaft mit stofflichem Kreisschluss unendlich oft verarbeitet und unbeschränkt fortgeführt werden können. Um eine solche Kreislaufwirtschaft flächendeckend einführen zu können, ist der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien eine wichtige Bedingung.
Ein erster Schritt in die Richtung einer Kreislaufwirtschaft ist die EU-Abfallrahmenrichtlinie, die in Deutschland durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) umgesetzt wurde. Ziel dieses 2012 in Kraft getretenen Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und zu gewährleisten, dass bei der Abfallerzeugung und -bewirtschaftung die Umwelt und auch der Mensch geschützt ist.

Cradle To Cradle als Mittel ihrer Umsetzung

Abgesehen von politischen Maßnahmen kann aber auch schon im Kleinen gehandelt werden. Der Chemiker Michael Braungart und der Architekt William McDonough haben vor ungefähr 20 Jahren das Konzept von Cradle To Cradle eingeführt. Unternehmen, die es umsetzen, achten beispielsweise darauf, ihre Produkte so zu produzieren, dass sie ganzheitlich zurückgenommen und zu etwas Neuem verarbeitet werden können. Mittlerweile ist Cradle To Cradle ein anerkanntes Siegel, mit dem auch einige Produkte bei Avocadostore zertifiziert sind.

Und selbst als Privatperson ist es möglich, etwas gegen den massenhaften Verbrauch und für die mehrfache Nutzung von Ressourcen zu tun. So wenig Ressourcen wie möglich verbrauchen wir, wenn wir nur konsumieren, weil wir auch tatsächlich etwas benötigen. Und häufig finden wir diese Dinge auch in Second Hand oder Gebrauchtwarenläden. Sie sind der beste Weg, um einen Kreislauf für bereits vorhandene Produkte instand zu halten.

Quellen: Umweltbundesamt, Nabu, Utopia