Digitaler CO2-Fußabdruck und öko-freundliches Internet
Wir streamen Filme statt DVDs zu schauen, lesen Bücher auf e-Readern, posten Fotos auf Instagram statt sie zu drucken und speichern unsere Daten in der Cloud. Auf den ersten Blick scheint es, als würden wir Ressourcen sparen und der Umwelt einen großen Gefallen tun. Doch tatsächlich verbraucht jede E-Mail, jede Suchanfrage und jeder Serienmarathon Energie. Wir verraten dir, wie und wo du ordentlich sparen kannst.
Zahlen und Fakten
Wusstest du, dass die weltweite Internetnutzung für zwei bis vier Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und damit mit dem Flugverkehr gleichauf ist? Im Schnitt verursacht jede:r von uns 740 Kilo Treibhausgase im Jahr – das entspricht etwa einem fünfeinhalbstündigen Flug.
Allein in Deutschland verbraucht das Internet 13 Terrawattstunden pro Jahr, das sind 13 Milliarden Kilowattstunden. Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, wie stark die Übertragungstechnik den CO₂-Ausstoß beeinflusst: Streaming in HD über Glasfaser verursacht nur rund zwei Gramm CO₂ pro Stunde, über das 3G-Mobilfunknetz dagegen etwa 90 Gramm.
Aber: Hochgerechnet ergaben sich dadurch 2018 circa 410 Millionen Tonnen CO₂ weltweit, was fast der Hälfte der jährlichen Emissionen des Luftverkehrs entspricht.