Tiere im Garten überwintern lassen: So schaffst du Rückzugsorte
In den warmen Monaten summt und brummt und zwitschert und raschelt es im Garten, im Winter wird es still. Doch wohin verschwinden all die Insekten, Vögel und Co. eigentlich? Viele von ihnen nutzen den Garten unbemerkt als Winterquartier. Du kannst sie dabei unterstützen, indem du bewusst Rückzugsorte schaffst. Das ist nicht besonders aufwendig, im Gegenteil, wenn du faul bist, Laub und Totholz im Herbst liegen lässt, tust du vielen Tierchen damit bereits einen Gefallen.
Igel freuen sich über Laubhaufen, Reisig und Holz
Igel sind im Herbst auf der Suche nach einem sicheren Ort, um Winterschlaf zu halten. Sie bevorzugen geschützte Ecken, in denen sie sich in Laub oder ähnlichem Material einkuscheln können. Anstatt das gesamte Laub im Herbst aufzusammeln und zu entsorgen, kannst du an einer geschützten Stelle einen Laubhaufen anlegen. Damit er einen stabilen Unterschlupf bietet, kannst du Reisig und Totholz dazu packen und eine Basis aus Steinen legen. Ist das Nahrungsangebot besonders knapp, kannst du Nassfutter für Katzen an den Igel verfüttern – Hundefutter verträgt er nicht.
Bäume, Gras und Totholz für Insekten
Auch viele Insektenarten brauchen im Winter Schutz, nicht alle Arten ziehen in den Süden (wusstest du, dass manche Schmetterlingsarten nach Afrika fliegen, um dort zu überwintern?). Die meisten Schmetterlingsarten überwintern in unterschiedlichen Stadien bei uns, als Falter, Puppe, Raupe oder Ei. Sie hängen an Gräsern oder ruhen unter Baumrinde. Verzichte darauf, deine Wildblumenwiese oder andere krautige Pflanzen im Herbst zurückzuschneiden, warte lieber bis zum Frühjahr damit. Manche Käfer schlummern in Mauerritzen oder unter Laubhäufen, andere im Boden, wo sie im Frühjahr anfangen Schnecken und Würmer zu snacken.
Naturbelassene Teiche für Libellen
Abgesehen von der Winterlibelle sterben ausgewachsene Libellen im Herbst. Zuvor legen sie jedoch ihre Eier an geeigneten Pflanzen oder Pflanzenresten am Ufer von Teichen und Seen, manche Arten überwintern als Larven im Sediment am Grund.
Hecken und Sträucher bieten Vögeln Schutz
Auch Vögel sind im Winter auf der Suche nach Schutz und Nahrung. Hecken, Sträucher und dichte Gehölze eignen sich hervorragend, aber auch Dachböden und Schuppen bieten sich an. In besonders kalten Wintern kannst du zusätzlich eine Futterstelle für Vögel einrichten. Achte darauf, sie regelmäßig zu befüllen und sauber zu halten, damit sich keine Krankheiten unter den Vögeln verbreiten.
Verstecke für Frösche, Kröten und Co.
Auch Frösche, Kröten und Eidechsen suchen sich im Herbst geschützte Plätze, um in die Winterstarre zu gehen. Ein kleiner Haufen aus Steinen oder eine Trockenmauer sind ideale Verstecke für Amphibien und Reptilien. Sie finden in den Spalten und Ritzen Schutz vor Kälte und Feinden. Auch Komposthaufen und Hohlräume unter Bäumen bieten Schutz vor Kälte und Fressfeinden.
Quelle: Nabu