UTZ Certified

UTZ Certified – was bedeutet das eigentlich?

Wenn du Schokolade, Tee oder Kaffee einkaufst, begegnest du immer wieder dem Siegel UTZ Certified. Das Programm wurde 1997 in Zusammenarbeit mit guatemaltekischen Kaffeebauern ins Leben gerufen. Das Ziel: verantwortungsbewusste, nachhaltige Kaffeeproduktion fördern. Kaffee hat dem Gütesiegel damals übrigens auch seinen Namen gegeben: UTZ ist nicht etwa eine Abkürzung, wie man zunächst vermuten würde. Es kommt aus der alten Maya-Sprache, in welcher utz kapeh so viel bedeutet wie guter Kaffee.

Die Geschichte
Seit der Gründung Ende der 90er Jahre hat sich viel getan, UTZ ist gewaltig gewachsen und umspannt heute viele Bauern, Betriebe und Länder. Seit 2002 ist UTZ eine eingetragene Stiftung mit Sitz in Amsterdam. 2007 wurde das Siegel in UTZ Certified umgetauft, da nun auch Kakao und Tee Teile des Programms waren. Etwa 700.000 Bauern und knapp 3 Millionen Hektar Land in über 40 Produktionsländern sind heute Teil des UTZ Certified Programms. Noch mehr Bedeutung gewinnen wird das Siegel wohl im Jahr 2021, wenn es sich mit der Rainforest Alliance zusammengeschlossen hat.

Die Kriterien
„Eine Welt, in der die nachhaltige Landwirtschaft die Regel ist, ist eine Welt, in der Landwirte eine gute landwirtschaftliche Praxis verfolgen und ihre Betriebe mit Achtung gegen-über dem Menschen und dem Planeten gewinn¬bringend führen, in der die Industrie in die nachhaltige Produktion investiert und dies honoriert, und in der Verbraucher ihre gekauften Produkte genießen und ihnen vertrauen können.“ So formuliert UTZ die Ziele der Organisation. Aber was genau sind die Kriterien? Das UTZ Certified Siegel gilt als stark marktorientiert, anders als beim Fair Trade Siegel, werden hier zum Beispiel keine Mindestverkaufspreise festgelegt, der Preis wird dem Markt überlassen. Düngemittel dürfen zwar eingesetzt werden, die Betriebe müssen den Einsatz doch rechtfertigen und dokumentieren können. Auch genmanipuliertes Saatgut ist kein Ausschlusskriterium für UTZ Certified, lediglich Transparenz ist auch hier gefordert, auch gegenüber dem Verbraucher. Zwangs- und Kinderarbeit und die Zerstörung natürlicher Lebensräume sind verboten, genauso körperliche Strafen und Bezahlungen unter dem örtlichen Mindestlohn.