GOTS Siegel

Kriterien des GOTS-Siegels

  • Produkte mit dem GOTS-Siegel sind zu 95% aus Rohstoffen aus Bioanbau oder aus Anbau, der auf Bio-Anbau umstellt. Dabei ist es erlaubt, die restlichen 5% aus bestimmten Chemiefasern oder aus bestimmten konventionell hergestellten Fasern (GVO-frei) zu verwenden.
  • Die andere Möglichkeit ist, dass mindestens 70% aus zertifiziertem Bio-Anbau stammen und maximal 30% oder weniger aus herkömmlichen Anbau stammen dürfen. Gleichzeitig darf der Anteil an bestimmten synthetischen Fasern nicht mehr als 10% betragen (bis zu 25% bei Strümpfen, Leggings und Sportkleidung).

Kurzum: Nur Textilprodukte, die mindestens aus 70% biologisch erzeugten Naturfasern bestehen, können gemäß GOTS zertifiziert werden.

Weitere Kriterien von GOTS

Ein weiteres Kriterium ist die Aufbereitung der Fasern, die auf viele chemische Prozesse verzichtet, oder ökologische Alternativen verwendet. So wird die Öko-Jeans z.B. nicht mit Chemie gebleicht, sondern mit Sauerstoff. Das Färben der Stoffe mit Schwermetallen, Farbstoffen oder anderen gesundheitlich und ökologisch bedenklichen Methoden ist nicht erlaubt. Synthetische Hilfsstoffe für die Aufrüstung von Naturmode sind ebenfalls untersagt.

Einhaltung von Mindeststandards bei GOTS

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist das Einhalten von Mindeststandards der sozialen Aspekte innerhalb der gesamten Textilkette. Faire Löhne, Schutz der Arbeiter, keine Zwangs- oder Kinderarbeit, keine Misshandlung oder Diskriminierung sind wesentliche Bestandteile der Prüfung.

Das GOTS-Siegel ist wohl gerade wegen seiner strengen und aufwendigen Kriterien ein begehrtes Siegel der Eco Fashion Szene. Alle Betriebe, die am Herstellungsprozess mitwirken, werden einmal im Jahr kontrolliert und bekommen so ihr GOTS Zertifikat. Unangemeldete Kontrollen können jederzeit zusätzlich durchgeführt werden.