Ist Van-Urlaub nachhaltig?

Wie nachhaltig ist der Van-Trend?

Lange hat man das Thema „Camping“ eher mit Familien und Rentnern in Verbindung gebracht und es vielleicht sogar mit Langeweile und Spießigkeit assoziiert. In den letzten Jahren hat sich dieses Bild jedoch stark gewandelt. Immer mehr junge Menschen kaufen sich Camper oder bauen Transporter zu traumhaften tiny Houses auf Rädern aus, die dann unter Hashtags wie #Vanlife oder #homeiswhereyouparkit auf Instagram präsentiert und von der wachsenden Community gefeiert werden. Kein Wunder, denn momentan kann schließlich kaum jemand Paradies-Fotos auf Bali schießen (Oktober 20). Schöne Landschaften vor der eigenen Haustüre zu entdecken, statt auf andere Kontinente zu fliegen, liegt also im wahrsten Sinne des Wortes nahe.

Ressourcenschonend
Weniger Flüge, weniger CO2. Diese einfache Rechnung spricht auf jeden Fall für das Thema Vanlife – auch, wenn die meisten Vans mit Diesel laufen und vor allem ältere Modelle Schadstoffgrenze oft überschreiten. Aber auch was andere Ressourcen angeht, ist das Vanlife ein sparsames. Jeder, der schon einmal Wasserkanister selbst auffüllen und entleeren musste, weiß, wie schnell man den Hahn zudreht, wie wenig man tatsächlich zum Spülen, Zähneputzen etc benötigt. Und der Strom, den man im Bus zum Beispiel für Kühlschrank und Licht braucht, muss im Idealfall nicht extern erzeugt werden. Er kommt entweder aus Batterien, welche sich während jeder Fahrt selbst aufladen, oder aus Solarpanelen auf dem Dach. Solarbetriebene Lampen oder Powerbanks – beides perfekt fürs Vanlife – findest du übrigens auch beim Avocadostore.

Minimalismus
In einem Van hast du weniger Stauraum, als in der winzigsten Wohnung. Du überlegst also zweimal vor jeder Anschaffung, ob sie wirklich nötig ist. Auch für Essen gibt es nur beschränkt Platz, in einen winzigen Kühlschrank passen nur die Essentials. Wer weniger einkauft, wirft weniger weg – also ein weiterer Pluspunkt im Nachhaltigkeits-Game! Apropos Wegwerfen: Auch wenn man meint, es sollte eigentlich selbstverständlich sein, scheint die korrekte Abfallbeseitigung für viele Vanlifer kein Thema zu sein. Seitdem so viele Menschen in Vans unterwegs sind, klagen vor allem beliebte Regionen über ein echtes Müllproblem. Fäkalien und Abfälle – auch Biomüll! – welche in der Natur „entsorgt“ werden, sind nicht nur ästhetisch unverantwortlich, sie ziehen auch Ratten, Füchse und andere Tiere an. Zum Vanlife gehört es nicht nur, die Natur zu genießen, man muss auch auf sie achtgeben und einen Stellplatz im Idealfall sauberer verlassen, als man ihn vorgefunden hat.

Upcycling
Ob man nun einen Transporter selbst ausbaut, oder einen fertigen Van ein bisschen gemütlicher machen möchte: Es gibt so viele tolle DIY Projekte, dass es nicht nötig ist, bei Ikea oder Amazon einzukaufen. Aus altem Holz, Stoffresten, Konservendosen und Gläsern werden individuelle Regale, Aufbewahrungsboxen, Kissenbezüge, Wimpelketten und Aufbewahrungsmöglichkeiten. Auf Pinterest und Co gibt es bereits unzählige tolle Anleitungen und Inspirationen.