Plastikfreie Kosmetik

Den Plastikkonsum zu verringern ist nur ein Schritt in Richtung einer gesünderen Umwelt. Doch es ist ein äußerst wichtiger Schritt. Plastikfrei einzukaufen ist in manchen Bereichen einfacher als in anderen. Mehr und mehr Gemüse wird plastikfrei in Supermärkten angeboten, aber bei Kosmetik gibt es oft nicht die Möglichkeit diese unverpackt zu kaufen. Viele Kosmetikartikel sind sogar mehrfach in Plastik verpackt, was einerseits der Hygiene dienen soll und andererseits auch billiger in der Herstellung ist. Die Gründe, aus denen Plastik gemieden werden sollte, sind vielseitig. Die weltweite Umweltverschmutzung, der Klimawandel und die Vergiftung von Mensch und Tier sind dabei aber die Wichtigsten.

Worauf ihr beim Kauf von Kosmetik achten solltet:

Beim Kauf von plastikfreier Kosmetik sollte aber auch darauf geachtet werden, dass die Produkte keine Mikropartikel aus Plastik enthalten. Diese sind teilweise nur bis zu 5 Millimeter groß und bestehen meist aus Erdöl. Viele Peelings und Duschgele enthalten Mikroplastik, welches dann durch das Abwasser in die Meere gelangt. Es kann nicht biologisch abgebaut werden und lagert dadurch entweder Jahrzehnte in Seen, Meeren und Flüssen und wird von Fischen aufgenommen. Es landet dann wiederum auch auf unseren Tellern. Inhaltsstoffe wie BPA (Bisphenol A) sind noch nicht genug erforscht, gelten aber bereits als sehr gesundheitsschädigend und sollten daher weder auf, noch in unsere Körper gelangen. Greenpeace hat eine Checkliste herausgebracht, die die häufigsten Kunststoffe in Kosmetik aufzeigen.

Statt Mikroplastik können viele andere natürliche Inhaltsstoffe denselben Effekt erzielen. Bei Peelings können beispielsweise Salze, Kokosflocken oder auch Konjac Schwämme verwendet werden. Duschgele ohne Plastikpartikel greifen zu pflanzenbasierten Alternativen, die der Haut ein ebenso samtiges Gefühl verleiht.

Mikroplastik

Die Umwelt zahlt oft einen hohen Preis, denn in vielen Kosmetika, wie zum Beispiel Peelings, ist Mikroplastik enthalten, welches durchs Abwasser schließlich ins Meer gelangt. Viele der Partikel sind zu klein sind, um von Kläranlagen gefiltert zu werden und können so nicht aufgehalten werden. Im Meer wird das Mikroplastik von Fischen und Muscheln aufgenommen, die dann wiederum auf unserem Tisch landen. Gelangt Mikroplastik einmal in die Umwelt, so kann es nicht wieder entfernt werden.

Quellen: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Greenpeace e.V., Umwelt Bundesamt