Tipps für nachhaltiges Wäsche waschen

Nachhaltig Wäsche waschen

Wie haben wir richtig lange Freude an unseren Lieblingsteilen? Und wie verschwenden wir möglichst wenig Ressourcen beim Waschen? Nachhaltig zu shoppen ist nur der erste Schritt, auch danach können wir eine Menge tun, um die Lebensdauer unserer Kleidung zu verlängern und beim Waschen auch die Umwelt zu schonen.

Weniger ist mehr

Je seltener wir Kleidungsstücke und andere Textilien waschen, desto länger halten sie sich. Nicht jedes Teil muss nach einmaligem Tragen gewaschen werden! 30 Grad reichen im Normalfall völlig aus, um Flecken zu entfernen. Unterwäsche, Bettwäsche und Handtücher können aus Hygienegründen bei 60 Grad gewaschen werden. Auch die höchste Schleuder-Stufe ist meist nicht nötig, wir können einfach weniger Umdrehungen wählen und damit Strom sparen und die Kleidungsstücke schonen.
Laut Umweltbundesamt verbrauchen wir allein in Deutschland circa 630.000 Tonnen Waschmittel pro Jahr, dazu kommen Weichspüler und andere Pflegeprodukte. Die meisten davon sind leider alles andere als umweltfreundlich, da sie größtenteils biologisch nicht abbaubar sind und bis in die Gewässer gelangen können. Gute Bio-Waschmittel belasten die Umwelt deutlich weniger, sie enthalten keine Phosphate, verzichten auf Mikroplastik und erdölbasierte Inhaltsstoffe und reinigen mit Tensiden, Seifen und Enthärtern aus pflanzlichen oder mineralischen Rohstoffen. Solche Waschmittel gibt es zum Beispiel von AlmaWin und Sonett (beide beim Avocadostore erhältlich). Noch umweltfreundlicher sind Waschnüsse, deren natürliche Saponine Kleidung schonend und einhundert Prozent natürlich reinigen. Ähnlich funktionieren unsere heimischen Roßkastanien, aus denen du einfach und kostenlos Waschmittel selbst herstellen kannst. Umweltschädlichen Weichspüler (dessen Tenside übrigens oft aus Schlachtabfällen gewonnen werden, ih!) kannst du ganz einfach durch etwas Natron oder Essigessenz ersetzen. Wenn du möchtest, dass deine Wäsche besonders gut duftet, kannst du noch ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen.

Die Sache selbst in die Hand nehmen

Da die Waschmaschine immer eine Menge Wasser und Energie verbraucht, sollten wir sie nur anwerfen, wenn sie auch wirklich voll ist. Bevor wir die Maschine also für drei T-Shirts bemühen, können wir diese auch einfach mit ein wenig Waschmittel im Waschbecken von Hand reinigen. Auch Kleidungsstücke aus Wolle und Seide sowie feine Unterwäsche und Strumpfhosen wäscht man am besten selbst, das schont die Fasern. Apropos schonen: Wenn wir Kleidung in der Maschine waschen, sollten wir diese immer auf Links drehen, Reißverschlüsse und Knöpfe schließen, empfindlichere Teile in ein Wäschesäckchen geben. Nach dem Waschen trocknen Textilien am besten an der Luft. Ein Trockner nimmt nicht nur viel Platz weg und kostet einen Haufen Geld, er verbraucht auch eine Menge Strom. Und das alles, nur um Wäsche schneller und ein bisschen fluffiger zu trocknen. Darauf kann man doch ganz gut verzichten.

Hier sind ein paar konkrete Tipps zum nachhaltigen Waschen

Neben der Wahl des richtigen Waschmittels sowie der angemessenen Waschtemperatur gestalten folgende Punkte das Waschen nachhaltiger:

  • Vorwäsche weglassen
  • Waschmittel richtig dosieren – häufig wird mehr verwendet als eigentlich nötig, meist reicht die angegebene Menge für leichte oder normale Verschmutzung
  • Wasserhärte in Erfahrung bringen – je weicher das Wasser, desto weniger Waschmittel wird gebraucht
  • Kleidung am besten lufttrocknen lassen und keinen separaten Trockner nutzen
  • Nur waschen, wenn es unbedingt nötig ist – Um Kleidung aufzufrischen, genügt es häufig sie ein bisschen auszulüften
  • Tür der Waschmaschine zum Trocknen geöffnet lassen
  • Weichspüler weglassen
  • Die Waschmaschine ausreichend füllen
  • Spezielle Waschbeutel verwenden, um Mikroplastik im Abwasser zu vermeiden

Auf Avocadostore findet man einige ökologische Waschmittel sowie Waschbeutel, welche jeden Waschgang umweltschonender gestalten. Möchte man komplett auf Waschmittel verzichten, bietet Avocadostore außerdem spezielle Waschbälle als Alternative.