Tipps für ein nachhaltiges Halloween

Rettet die Kürbisse! Tipps für ein nachhaltiges Halloween

Lauren Singer ist eine der einflussreichsten Zero-Waste-Aktivistinnen unserer Zeit und spätestens seit ihrem TED-Talk (Why I live a Zero Waste Live, 2015) in aller Munde. Seit 2012 lebt die Amerikanerin müllfrei – ihren Abfall sammelt sie zum Beweis seither in einem einzigen kleinen Einmachglas. Auch auf Instagram ist sie mit 385.000 Followern äußerst erfolgreich. Ihr Post zum Thema Halloween ging durch die Decke.

Doppelt gruselig
Man könnte meinen, dass regional angebaute und biologisch abbaubare Kürbisse eigentlich kein großes Müll-Problem darstellen sollten. Falsch gedacht! Auf ihrem Blog erklärt Lauren (frei übersetzt): „Das US-Energieministerium schätzt, dass jedes Jahr nach Halloween 1,3 Milliarden Pfund Kürbisse weggeworfen werden. Dann landen sie unter Müllhaufen auf Mülldeponien, wodurch sie sich ohne Sauerstoff zersetzen. Wenn dies geschieht, wird als Nebenprodukt der anaeroben Zersetzung Methan freigesetzt. Methan ist ein noch stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid. Tatsächlich ist Methan 25-100 Mal zerstörerischer als CO2. 1,3 Milliarden Pfund Kürbisse sind also wirklich gruselig.“ Doch die Aktivistin will nicht nur den Zeigefinger erheben, sie gibt auch gleichzeitig praktische Tipps. Statt die Kürbisse wegzuwerfen, können wir sie kompostieren, die Kerne rösten, Kürbissuppe kochen oder Kürbispüree auf Vorrat einfrieren. Alles besser, als die geschnitzten Freunde im Hausmüll zu entsorgen.

Mehr schlaue Tipps für eine nachhaltige Party
Hexe, Gespenst und Fledermaus: Mit dem Halloween-Fest ist auch der Verkleidungstrend aus den USA zu uns rüber geschwappt. Vor allem die Kleinen haben eine große Freude daran, sich zu verkleiden und nach dem amerikanischen Vorbild für Trick or Treat um die Häuser zu ziehen. Schnell kommt man in Versuchung, sich für wenig Geld Kostüme im Internet zu bestellen oder im Discounter zu kaufen. Die sind allerdings sehr billig produziert, bestehen hauptsächlich aus PVC und Polyester, stecken voller Weichmacher und Giftstoffe. Und mehr als ein Fest überlebt das schlecht verarbeitete Material auch selten. Da haben weder wir noch die Umwelt Freude dran. Deshalb lieber selber kreativ werden oder Second Hand kaufen. Auch bei der Deko können wir auf gekaufte Plastik-Deko einfach verzichten und stattdessen auf natürliche Materialien setzen, Mandarinen, Laub, Stoff und – klar – Kürbisse. Das Basteln macht sowieso mehr Spaß, als einzukaufen. Und statt Unmengen in Plastik verpackte Süßigkeiten zu verteilen, könnten wir zum Beispiel selber Bonbons machen – oder zumindest Großpackungen kaufen und in Packpapier zu kleinen Päckchen schnüren.