Nachhaltiger Schmuck

Ästhetik und Ethik: Warum nachhaltiger Schmuck so wichtig ist

Billiger Modeschmuck, der nach kürzester Zeit kaputt geht oder verfärbt, ist längst out, da sind wir uns wohl alle einig. Aber langlebige, hochwertige Materialien wie Gold, Silber oder gar Edelsteine haben ihren Preis – nicht nur monetär. Die Arbeiter, die Edelmetalle aus den Minen holen, tun dies meist unter widrigsten Bedingungen. Sie sind giftigen Chemikalien und Quecksilber ausgesetzt und werden ausgebeutet. Außerdem herrscht in den Abbauregionen Gewalt und Kampf um die begehrten Edelmetalle. Auch Kinderarbeit ist in den Minen leider keine Seltenheit. Also: Augen auf beim Schmuckkauf! Mittlerweile gibt es zum Glück unzählige nachhaltige Labels, die unter fairen Bedingungen wundervolle Schmuckstücke produzieren.

Recycling: Alter Schmuck in neuem Glanz

Liegt doch eigentlich nahe: Statt neue Rohstoffe zu gewinnen, setzen Labels wie Fejn Jewelry zum Beispiel auf recyceltes Silber. Auch Schmuck aus recyceltem Messing ist angesagt: Die Kupfer-Zink-Legierung ist robust, hat eine goldene Farbe, ist jedoch viel günstiger als Gold.

Alternative Materialien

Es muss ja nicht gleich Gold oder Silber sein. Veganes oder Öko-Leder, aber auch nachwachsende Rohstoffe wie Kork und Holz eignen sich bestens. Letzteres kommt zum Beispiel beim Berliner Label Kerbholz zum Einsatz, welches hochwertige Uhren und Sonnenbrillen anfertigt.

Wenn Gold, dann richtig

Leider kann man weniger als 1 Prozent des weltweit gehandelten Goldes als nachhaltig beschreiben. Ungefähr 90 Prozent werden von Bergbaukonzernen in Australien, China, Russland und Amerika aus den Bergen gesprengt. Die restlichen zehn Prozent kommen größtenteils aus Entwicklungsländern, wo Arbeiter unter gefährlichen Bedingungen in Minen schürfen. Was also tun, wenn wir die Eheringe oder das Armband für die beste Freundin mit gutem Gewissen kaufen möchten? Wie Silber und Messing kann natürlich auch Gold eingeschmolzen und recycelt werden. Das beliebte Londoner Label Wild Fawn Jewellery bietet Ketten, Ringe und Armbänder aus recyceltem oder Fairtrade Gold an. Wenn Goldschmuck das Fairtrade Siegel trägt, liegst du goldrichtig und kannst dir sicher sein, dass Arbeiter und Umwelt geschützt werden.

Fazit

Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, unter welchen Bedingungen Schmuck produziert wurde. Anders als ein Pullover hat ein Ring schließlich keinen Waschzettel. Umso wichtiger, sich schlau zu machen. Im Zweifel kannst du immer beim Label selbst anfragen. Wenn der Schmuck fair und nachhaltig produziert wird, gibt man dir sicher auch gerne Auskunft darüber.