Black Friday

Es ist wieder so weit, wie jedes Jahr Ende November steht der Black Friday vor der Tür. Und wie jedes Jahr locken die Händler:innen schon seit Wochen mit wahnsinnigen Rabatten und Angeboten, die man nicht ausschlagen kann – oder?

Die Umweltkosten des Konsumrauschs

Laut National Geographic verursacht der Konsum rund um den Black Friday einen drastischen Anstieg von CO₂-Emissionen. Hinzu kommen tonnenweise Verpackungen. Denn zum Black Friday wird hauptsächlich online geshoppt. Knapp sechs Milliarden Euro haben die Deutschen 2023 an Black Friday und Cyber Monday ausgegeben. Die Wirtschaft freut sich, die Umwelt leidet. Denn nicht zu vergessen: Jedes Produkt, vom Pullover bis zum Smartphone, muss zunächst einmal produziert werden und verbraucht so wertvolle Ressourcen.

Deutschland im Konsumrausch

Mit immer neuen Rabattaktionen wie Black Friday und Cyber Monday fördern Unternehmen ständige Konsumsteigerung – und das ziemlich erfolgreich. Laut einer Umfrage von Statista kennen inzwischen über 95 Prozent der Deutschen die beiden Shopping-Events. Obwohl wir es eigentlich besser wissen, verspüren auch wir den Druck, die vermeintlich günstigen Angebote zu nutzen, um nicht das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Untersuchungen zeigen, dass in Zeiten wie diesen vor allem spontane, oft unnötige Käufe getätigt werden. Laut Handelsverband Deutschland nimmt zu Black Friday und Co. die Menge an Produkten, die gekauft und oft kurz darauf wieder entsorgt werden, zu.

Immer mehr Unternehmen und Konsument:innen setzen ein Zeichen gegen den exzessiven Konsum und für bewusstes Shoppingverhalten. Einige Unternehmen bieten bewusst zu den genannten Aktionstagen keine Rabatte an und/oder spenden einen Teil ihrer Einnahmen an wohltätige Zwecke. Der „Kauf-nix-Tag“ am 30. November zum Beispiel fordert auf, an einem Tag bewusst absolut gar nichts zu kaufen und stattdessen zu reflektieren, was man wirklich braucht.

Tipps: So bleibst du am Black Friday stark!

Es gibt viele Gründe, sich gegen den Black Friday zu entscheiden: die Umweltschäden durch Massenproduktion und -versand, zum einen. Aber auch die negativen Auswirkungen des permanenten Konsumdrucks auf unsere Psyche (und unseren Geldbeutel). Den Verlockungen zu widerstehen ist jedoch alles andere als einfach. Plötzlich ist das Geschirrset, mit dem wir schon lange liebäugeln, 40 Prozent reduziert! Unsere liebste Kosmetikmarke macht unwiderstehliche Angebote! Und Weihnachten steht ja bald vor der Tür, ist es nicht schlau, jetzt Geschenke zu kaufen? Wir haben unterstützenswerte Geschenkideen gesammelt, mit denen du ganz ohne Super-Sale-Stress schenken kannst.

Halte dich am besten an die folgenden Tipps, um dem Kaufrausch nicht zu verfallen

  1. Instagram-Pause. Wenn es dir auch so geht, dass Instagram dir am laufenden Band verlockende Rabattaktionen deiner Lieblingsbrands ausspielt, dann mach doch genau jetzt Digital Detox. Tut sowieso gut. Einfach die App für ein paar Wochen vom Smartphone löschen.
  2. Was brauchst du wirklich? Mach dir eine Liste mit Dingen, die du wirklich benötigst. Und schlaf im Zweifel ein paar Nächte darüber.
  3. Mach‘s besser: Wenn andere Menschen in neue Produkte investieren, wollen sie Gebrauchtes loswerden. Über Plattformen wie Vinted und Kleinanzeigen kannst du so ziemlich alles finden, was du brauchst – und schonst dabei die Umwelt, da keine neuen Ressourcen verschwendet werden.
  4. So trivial, aber so wichtig: Am meisten Geld sparst du immer noch dann, wenn du gar nichts kaufst. Mach dir das immer wieder bewusst.