Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen: Nachhaltigkeit bleibt häufig auf der Strecke

Zimmerpflanzen haben sich mittlerweile zu einem beliebten Trend entwickelt und immer mehr Leute begrünen sich mit ihnen die Innenräume. Allerdings sind die Pflanzen meist alles andere als Grün, da lange Transportwege und Pestizide ihre Ökobilanz stark beeinträchtigen. Oft stammen die Pflanzen von außerhalb Europa aus nicht ökologischen Betrieben und stehen zudem in torfhaltiger Erde. Der Abbau von Torf zerstört Lebensräume sowie einen wichtigen CO2-Speicher, welches beim Abbau in großen Mengen freigesetzt wird.

Konventioneller Pflanzenanbau

Die steigende Nachfrage an Zimmerpflanzen führt dazu, dass immer mehr Pflanzen angebaut werden, welche möglichst schnell verkaufsbereit sein sollen. Ähnlich wie bei Gemüse, besteht auch bei Zimmerpflanzen der Anspruch, dass diese am besten einheitlich und „perfekt“ aussehen. Diese Anforderungen bringen einen starken Einsatz von Pestiziden, Insektiziden und Fungiziden in der Produktion mit sich, welche nicht nur den Böden schaden, sondern auch zum Insektensterben beitragen. Im biologischen Anbau wird hingegen mehr mit der Natur zusammengearbeitet, sodass chemische Pflanzenschutzmittel nicht benötigt werden.

Tipps für nachhaltige Zimmerpflanzen

Berücksichtigt man folgende Aspekte, kann man sich das eigene Heim deutlich umweltfreundlicher mit Pflanzen bestücken:

  • Secondhand kaufen: Um neue Produktionen nicht weiter anzukurbeln, kann man sich ganz einfach und günstig nach secondhand Pflanzen umschauen. Vielleicht findet man ja unter Freund*innen und Bekannten oder im Internet jemanden, der*die eine Pflanze loswerden möchte oder Ableger abzugeben hat.
  • Bio und regional: Soll es dennoch eine neue Pflanze sein, lohnt es sich, der Umwelt zuliebe eine aus biologischem Anbau zu wählen. Siegel wie Demeter, Bioland oder Naturland sind hier gute Anhaltspunkte. Zudem sollten lange Transportwege vermieden werden, weshalb mindestens eine europäische Herkunft ratsam ist.
  • Torffreie Erde: Egal woher die Pflanze letztendlich stammt, ist es wichtig, Torf so gut wie möglich zu meiden und damit die Moore zu schützen. Alternativen bietet zum Beispiel Erde mit Holzfasern oder Kompost.
  • Informieren: Pflanzen brauchen den richtigen Stellplatz sowie eine angemessene Pflege, um ein langes Leben zu genießen. Daher sollte man sich gut informieren wie viel Wasser, Sonne und Licht eine Pflanze braucht.

Für die Gesundheit von Zimmerpflanzen bietet das Avocadostore-Sortiment zum Beispiel natürlichen Bio-Dünger sowie Torfersatz aus Kokosfasern.

Quellen: Umweltbundesamt, BUND