Am 8. Juni ist offizieller Tag der Ozeane– bereits 2009 wird er jedes Jahr an diesem Datum von den Vereinten Nationen begangen.
Der Aktionstag soll auf die Bedeutung der Weltmeere für das Leben auf der Erde aufmerksam machen. Durch Überfischung, Verschmutzung und Klimawandel sind die Ozeane und all ihre Bewohner stark bedroht– und auch wir spüren die Konsequenzen. Worum es genau geht und was wir tun können, liest du hier.
Warum sind die Meere in Gefahr?
Es sind viele Faktoren, die sich jedoch gegenseitig teilweise noch verstärken. Zum einen speichern Ozeane die Wärme, die wir Menschen durch Emissionen verursachen. Dadurch werden die Gewässer saurer und wärmer, es entsteht Sauerstoffmangel, weshalb viele Arten in kühlere Regionen ziehen. Durch intensive Fischerei sind die Fischbestände stark bedroht, mancherorts sogar erschöpft. Das zerstört die Artenvielfalt und nimmt vielen Tieren die Nahrungsgrundlage. Ein weiteres, riesiges Problem ist der Plastikmüll, der in den Meeren landet – jährlich mehrere Millionen Tonnen. Auch Pestizide landen über das Grundwasser im Meer. Zahlreiche Fische, Säugetiere und Vögel, aber auch Korallen und Muscheln leiden enorm unter all den genannten Faktoren. Knapp die Hälfte aller Korallenriffe weltweit gelten bereits als verloren.
Was kann ich tun, um die Meere zu schützen?
Natürlich ist vor allem die Politik in der Pflicht, unsere Meere zu schützen. Aber auch im Kleinen kann man Dinge tun, die in der Summe Großes bewirken. Wenn du nicht ganz auf Fisch auf dem Speiseplan verzichten möchtest, dann kannst du auf entsprechende Nachhaltigkeitssiegel achten (MSC oder ASC). Indem du möglichst wenig verpackte Lebensmittel einkaufst, bewusst und regional konsumierst und deinen CO2-Abdruck möglichst geringhältst, tust du immer auch den Meeren etwas Gutes. Außerdem sollten wir alle möglichst auf Mikroplastik verzichten Das steckt zum Beispiel in Peelings und Zahnpasten, wird aber auch bei jedem Waschgang mit Synthetikfasern freigesetzt.
Es gilt also wie immer: Achtsamer Umgang mit unserer Umwelt und bewusster Konsum sind das A und O. Auch in puncto Meeresschutz.
Quellen: Stiftung Meeresschutz, Bundeszentrale für politische Bildung , Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit