Plastic Free July – Gemeinsam gegen Plastikmüll

Der Plastic Free July ist eine weltweite Bewegung, die Menschen dazu ermutigt, ihren Plastikverbrauch bewusst zu reduzieren. Die Initiative wurde 2011 in Australien ins Leben gerufen und inspiriert seitdem Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. 400 Millionen Tonnen Kunststoff wurden im Jahr 2022 produziert, 14 Millionen Tonnen davon allein in Deutschland. Das ist nicht nur problematisch, weil die endliche Ressource Erdöl zur Herstellung von Plastik benötigt wird. Vor allem auch die Tatsache, dass Plastik sehr schwer bis gar nicht zersetzt wird, hat drastische Folgen. Ziel des Plastic Free July ist es, Einwegplastik zu vermeiden und langfristig Alternativen zu etablieren. Bist du dabei?

So kannst du dich engagieren

Natürlich ist vor allem die Politik in der Pflicht, die Richtlinien bezüglich Kunststoffproduktion und -verwendung zu verschärfen. Doch auch viele kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen. Wenn wir anfangen, Plastik zu reduzieren, sind wir anderen ein gutes Vorbild – und so zieht unser Verhalten potenziell weite Kreise. Der Plastic Free July ist der perfekte Anlass, um über das Thema zu sprechen und zu reflektieren, wie wir im Alltag Plastikmüll reduzieren können.

Jeder kann beim Plastic Free July mitmachen – ob als Einzelperson, mit der ganzen Familie oder als Unternehmen. Hier sind einige einfache Schritte, um Plastik im Alltag zu reduzieren – in einigen der Tipps verstecken sich auch tolle Geschenkideen:

1. Wiederverwendbare Trinkflasche statt PET: Flaschen aus Glas oder Edelstahl kannst du immer und immer wieder verwenden. Sie weder Geschmack noch Geruch an und sind dabei easy zu reinigen. Glasflaschen mit coolen Prints und Bambusdeckel gibt’s zum Beispiel von elasto, die Thermosflaschen von noma noma sind ein echtes Design-Statement und bei 24 bottles findet jeder die Edelstahlflasche in seiner Lieblingsfarbe.

2. Unverpackt einkaufen: Super ist es natürlich, wenn du Lebensmittel in Unverpackt-Läden kaufst. Falls du die Möglichkeit nicht hast, kannst du dennoch darauf achten, im Supermarkt bei Obst und Gemüse die unverpackte Variante zu kaufen. Bestimmt hast du einige Stoffbeutel zuhause, die du zum Einkaufen nutzen kannst, statt eine Plastiktüte zu kaufen. Tipp: Damit du immer gut vorbereitet bist, stecke am besten in alle deine Taschen/Rucksäcke einen Stoffbeutel.

3. Nachhaltige Küche: Nicht nur beim Einkaufen von Lebensmitteln, auch bei der Aufbewahrung kannst du darauf achten, auf Plastik zu verzichten. Indem du auf Bienenwachstücher (zum Beispiel von little bee fresh) setzt, anstatt Essen mit Klarsichtfolie abzudecken. Wiederverwendbare Lunchboxen aus Edelstahl sind ein Must-Have, das dich viele Jahre begleitet. Strohhalme aus Glas oder Edelstahl statt Plastik sind mittlerweile ja schon fast eine Selbstverständlichkeit.

4. Plastikfreies Badezimmer: Denkt man im ersten Moment vielleicht nicht, aber auch im Badezimmer versteckt sich viel, viel Plastik. Von Verpackungen (Tampons, Wattepads etc) über Produkte mit kurzer Lebensdauer (Zahnbürsten) bis hin zu Shampoo-Flaschen und Co. Die gute Nachricht: Für alles gibt es mittlerweile tolle nachhaltige Alternativen – die meistens optisch auch noch richtig was hermachen. Pandoo produziert zum Beispiel wiederverwendbare Abschminkpads aus Bambus und Baumwolle, von unicorn gibt’s Bambuszahnbürsten. TIO bietet nachfüllbare Zahnseide an, plastikfrei und vegan. Zahnpasta gibt es mittlerweile als Tabs, Pulver oder Creme aus Tiegeln (zum Beispiel von Fair Squared). Das perfekte Shampoo für jeden Kopf in fester Form findest du zum Beispiel von Kleine Auszeit Manufaktur oder Küstenseifen Manufaktur – dasselbe gilt für Körperseife.