Nachhaltiger Tee

Abwarten und (nachhaltigen) Tee trinken!

Morgens Schwarztee, mittags Früchte, abends Kräuter. Im Sommer kalt, im Winter heiß. Mal mit Milch oder Zitrone, mal mit Zucker oder Honig, meistens pur. Er wärmt uns auf, kühlt uns ab, beruhigt uns, gibt Energie, spendet Trost, macht gesund – und ist einfach wahnsinnig lecker. Es gibt doch wirklich für jede Jahres- und Tageszeit, eigentlich für jede Lebenslage den richtigen Tee, oder?

Wie sieht’s mit konventionellem Tee aus?
Nicht nur sind Öko-Tees meist nachhaltiger verpackt als konventioneller Tee (indem zum Beispiel auf die Metallklammer und Plastikummantelung verzichtet wird) – in günstigem Supermarkttee werden immer wieder Rückstände von Pestiziden und Schadstoffen nachgewiesen. Und beim Blick aufs Etikett sieht man, dass außer Tee oft auch Aromen, Süß- und Farbstoffe enthalten sind. Doch nicht nur, was die Umwelt und die Gesundheit angeht, lässt konventioneller Tee oft zu wünschen übrig. Auch die Produktion ist meist problematisch: Die Arbeiter auf den Plantagen in China, Indien und Japan werden ausgebeutet. Oxfam beklagte zuletzt, dass für eine Packung Markenschwarztee gerade einmal 4 Cent an die Menschen ginge, die den Tee pflücken. Und auch die Arbeitsbedingungen seien miserabel, die Arbeiter hätten kein sauberes Trinkwasser und nicht einmal ausreichend zu essen, litten unter Gelbsucht, Cholera und Typhus.

Nachhaltige Alternativen
Deutlich geringere Pestizidbelastung, bessere Arbeitsbedingungen, nachhaltigerer Anbau, transparentere Transportketten. Es ist durchaus möglich, Tee fair, gut und nachhaltig zu produzieren. Dass eine Packung eines solchen Tees dann mehr als einen Euro kosten muss, ist eine logische Konsequenz. Sonnentor, Gepa, Yogi Tea und Lebensbaum sind ein paar der bekannteren Marken, von denen man guten Gewissens Tee kaufen kann. Beim Avocadostore findet ihr auch kleinere Unternehmen, die sich auf fairen Bio-Tee spezialisiert haben, wie zum Beispiel Jardins de Gaia oder Weltecke.

Tipps zur Teestunde

  • So habt ihr länger was davon: Die meisten Teesorten kann man gut ein zweites Mal aufgießen.
  • Viele Pflanzen freuen sich über die im Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe – vorher aber unbedingt recherchieren, welche das sind.
  • Gebrauchte und wieder getrocknete Pfefferminzteebeutel sind gute Geruchskiller und nehmen Feuchtigkeit auf – z.B. im Kühlschrank.
  • Der noch lauwarme Schwarzteebeutel eignet sich hervorragend, um Schwellungen, Rötungen und Sonnenbrand zu lindern.
  • Der zweite Aufguss aus Kamillentee oder Brennnessel eignet sich prima als Spülung für die Haare.