Kinderarbeit

Mit der Globalisierung bekamen Unternehmen die Möglichkeit Kosten einzusparen, indem sie ihre Produktionsstandorte in Billiglohnländer verlagerten. Während dieses Outsourcings eröffneten sich neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die Produktionsländer, welche häufig in Afrika, Asien, Osteuropa und Südamerika liegen. Doch auch wenn wir zu einer Welt zusammenwachsen, bringt die Globalisierung auch Problemstellungen wie die schwierige Rückverfolgbarkeit innerhalb der Lieferketten und die Intransparenz von Arbeitsbedingungen mit sich. Besonderes Aufsehen in der westlichen Welt erhielt das Thema Kinderarbeit.

Was ist uns wichtig?

Dass man nicht nur das Endprodukt betrachtet, sondern sich bewusst macht, dass hinter jedem Artikel viele Lieferanten und Produzenten stehen. Durch eine hohe Transparenz entlang der Lieferkette, kann sichergestellt werden, dass keine Kinder an der Produktion beteiligt sind. Initiativen wie das Bündnis nachhaltiger Textilien oder Zertifikaten wie GOTS, der FairWear Foundation oder IVN Best Standard gewährleisten eine ethisch faire Herstellung der Ware. Hierfür ist die aktive Zusammenarbeit zwischen Politik, Organisationen und Marken notwendig.

Was muss passieren?

  • Der wichtige Grundstein zur Bekämpfung von Kinderarbeit ist Bildung, denn dies ist ein effektiver Weg, um die Armut langfristig einzudämmen. Ein höheres Bildungsniveau fördert die Berufs- und Einkommenschancen und gibt den Familien die Möglichkeit aus der Armutsspirale zu entkommen und so den Teufelskreis von Kinder- und Zwangsarbeit aufzubrechen. Was bei uns als Grundrecht gilt, ist in vielen Ländern heutzutage noch ein Privileg.
  • Außerdem spielt unser Konsumverhalten eine wichtige Rolle. Wir kaufen immer mehr ein und das möglichst billig. Dadurch produzieren die Unternehmen immer mehr und dies natürlich möglichst mir geringen Kosten. Um ein Produkt möglichst preiswert produzieren zu können, werden billige Arbeitskräfte eingestellt – unter anderem auch Kinder. Alles in allem, so lange die Kunden nicht mehr Transparenz fordern, werden die Unternehmen weiterhin wenig Verantwortung für ihre Produktionsketten übernehmen. Für uns gilt: Care about what you wear!

Quellen: Tagesspiegel, Unicef